Alte Hunde

"Alte Hunde sind gemütlich wie alte Schuhe.

Sie mögen ein bisschen aus der Form geraten sein, aber sie passen hervorragend."

(Bonnie Wilcox)

Alte Hunde und ihre Menschen: Ein eingespieltes Team

Alte Hunde strahlen eine besondere Ruhe und Gelassenheit aus. Hunde, die schon lange mit uns zusammen leben haben sich unserem Rhythmus und unseren Gewohnheiten angepasst. Sie wissen jede unserer kleinen Launen und Eigenheiten zu deuten und nehmen sie mit geduldiger Gelassenheit hin.

Und auch wir haben uns an den Hund mit all seinen Eigenheiten gewöhnt. Wir wissen die Mimik und die Körperausdruck unseres Hundes zu deuten. Wir verstehen jeden Blick und können unseren Hund so einschätzen, dass der Alltag reibungslos funktioniert.

Ein eingespieltes Team.

Die Bedürfnisse ändern sich

Doch das Alter des Hundes fordert auch seinen Tribut. 

So sind Alltagsroutinen für den älteren Hund nicht nur zur Gewohnheit geworden, sondern sie stellen auch eine Stütze dar, mit deren Hilfe sich der ältere Hund im Alltag zurecht findet. Neue Verknüpfungen werden im Gehirn langsamer gebildet als in jungen Jahren. dem entsprechend braucht der Hundesenior etwas länger, bis er eine neue Aufgabe begriffen hat.

Und auch körperlich macht sich das Alter bemerkbar.

Die Hunde schlafen mehr und wo sie früher ihre Beschäftigung eingefordert haben, lasse sie es mit zunehmenden Alter eher ruhig angehen. Evtl. gut es neben den neben grauen Haaren auch erste körperliche Beeinträchtigungen.  Durch das vermehrte Bedürfnis nach Ruhe wird die Muskelmasse allmählich weniger. Verschleißerscheinungen an den Gelenken können das Aufstehen und das Treppensteigen erschweren und auch das Gehör und die Augen werden zunehmend schlechter. Hier ist es besonders wichtig, auf die Bedürfnisse des alternden Hundes einzugehen und ihm seinen Lebensabend so angenehm wie möglich zu gestalten. Der Hund dankt es mit einer besonders innigen und anhänglichen Beziehung zu seinen Menschen, bei denen er nun vermehrt Ruhe und Geborgenheit sucht.

Nicht jeder Hund alter gleich schnell. Während einige Hund "fit bis zum Schluss" bleiben, können andere Hunde einen langen Alterungsprozess durchlaufen oder sogar an einer Art Demenz erkranken. Dabei spielt neben der Größe des Hundes und seiner Genetik auch die Haltung und Fütterung des Hundes eine Rolle. 

 

Wer rastet der rostet

Übergewichtige Hunde die wenig Bewegung erhalten altern in der Regel schneller, als schlanke Hunde. Daher sollte auch der ältere Hund ein ausreichendes Maß an Bewegung erhalten. Auch wenn der Hund nicht mehr so lange durchhält, kann man öfters am Tag einen kleineren Spaziergang unternehmen. 

Neben der körperlichen Bewegung spielt vor allem auch die geistige Herausforderung eine Rolle, um im Alter fit zu bleiben. Dies ist bei Hunden nicht anders als bei Menschen. 

Worauf Sie beim alternden Hund vermehrt achten sollten

  • Bewegen Sie den Hund nach seinen Möglichkeiten. Rechnen Sie damit, dass der Hund mit höherem alter lieber öfter mal kleinere Spaziergänge macht und eventuell auch das Wasser nicht mehr so lange halten kann wie früher. Gehen Sie ab und an auch mal eine neue Route um den Hund auch geistig anzuregen.
  • Stellen sie die Fütterung des Hundes auf Seniorfutter um. Die meisten älteren Hunde benötigen aufgrund der verringerten Aktivität auch weniger Energie im Futter. Ein Zuviel an Energie würde lediglich in Fett umgewandelt und zu Übergewicht beim Hund führen. Vollziehen Sie die  Umstellung schrittweise, damit Ihr Hundesenior sich an die neue Futterzusammensetzung gewöhnen kann.
  • Gehen Sie mit Ihrem Hund regelmäßig zur Überprüfung des Impfstatus und zu Routineuntersuchungen zum Tierarzt, sodass Krankheiten frühzeitig erkannt werden. Lassen sie Zahnstein regelmäßig entfernen, da besonders alte Hunde unter entzündetem Zahnfleisch und frei liegenden Zähnen leiden können.